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Entwicklung einer tragfähigen Software-Infrastruktur

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  • 1. Nov. 2024
  • 2 Min. Lesezeit


Den Weg für KI in der Altenpflege ebnen. Unter diesem Motto ist im Dezember 2023 das deutsch-dänische Interreg-Projekt Care-AI gestartet. Im Rahmen des Projekts soll ein Prototyp entstehen, der zeigt ob und wie Künstliche Intelligenz in der Altenpflege unterstützen kann. Ziel ist es Pflegepersonal zu entlasten und individuellere Pflege für Bewohner:innen zu ermöglichen.


Bevor wir uns im Projekt Gedanken darüber machen konnten, wie eine konkrete KI-Anwendung aussehen könnte, musste klassische Grundlagenarbeit erfolgen.

Unsere Leitfrage dazu: Welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um künstliche Intelligenz sinnvoll im Pflegekontext einsetzen zu können?


Gemeinsam mit den Projektpartnern aus Wissenschaft, Pflege und Wirtschaft wurden verschiedene Anwendungsszenarien entwickelt und diskutiert. Dabei wurden unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von KI im Pflegekontext hinsichtlich ihres praktischen Nutzens, ihrer Umsetzbarkeit und ihrer Akzeptanz betrachtet. Ein Themenfeld erwies sich dabei früh als besonders vielversprechend: die Unterstützung der Biografiearbeit. Die Projektpartner waren sich einig, dass hier großes Potenzial besteht – sowohl bei der strukturierten Erfassung biografischer Informationen als auch bei deren späterer Nutzung im Pflegealltag.


Da zu Projektbeginn verschiedene Anwendungsfälle denkbar waren, sollte die technische Basis bewusst offen und flexibel gestaltet werden. Ziel war eine Infrastruktur, auf der unterschiedliche KI-gestützte Funktionen entwickelt und erprobt werden können.

Im ersten Projektjahr entstand deshalb eine residentenzentrierte Web-Anwendung, die den Namen Claire erhielt – angelehnt an den Projektnamen Care-AI. Bereits bei der Architektur wurde berücksichtigt, moderne Large Language Models integrieren zu können. Gleichzeitig spielte der Datenschutz von Beginn an eine zentrale Rolle. Deshalb wurden unterschiedliche technische Ansätze – einschließlich lokal betriebener Large Language Models – untersucht, um datenschutzkonforme Lösungen für den Pflegebereich zu ermöglichen.


Auch organisatorisch wurden früh die Grundlagen gelegt. Die Softwareentwicklung erfolgt in einem agilen Scrum-Prozess mit regelmäßigen Abstimmungen zwischen den Projektpartnern aus Wissenschaft, Pflege und Wirtschaft. So entstehen technische Entscheidungen nicht isoliert, sondern im kontinuierlichen Austausch mit den Anforderungen aus Forschung und Pflegepraxis. Auf dieser technischen und organisatorischen Grundlage können die geplanten KI-Anwendungen in den nächsten Projektphasen Schritt für Schritt entwickelt und erprobt werden.

 
 
 

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