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Care-AI auf internationaler Digital Health Konferenz

  • Autorenbild: Stine Gundtoft Roikjær
    Stine Gundtoft Roikjær
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Das Care-AI Projekt-Team vom University College Absalon auf der Konferenz in Kopenhagen
Das Care-AI Projekt-Team vom University College Absalon auf der Konferenz in Kopenhagen

Wie kann künstliche Intelligenz das Gesundheitswesen verändern, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt der internationalen Konferenz “The Future is Digital: International Perspectives on Healthcare Transformation”, die am 13. und 14. August 2026 an der Aalborg University in Kopenhagen stattgefunden hat.


Die vom Transatlantic Digital Health Research Network organisierte Konferenz brachte Forschende, Gesundheitsfachpersonen und Innovatoren aus mehreren Ländern zusammen. Im Fokus standen unter anderem künstliche Intelligenz in der klinischen Praxis, Hospital at Home, digitale Versorgung älterer Menschen, Robotik sowie Co Design und Implementierung digitaler Lösungen.


Von Daten zu personenzentrierter Pflege

Care-AI war mit dem Beitrag “From Data to Care: Reconfiguring Person-Centered Care through AI-Enabled Access to Resident Narratives” vertreten. Katrine Møller Christensen und Stine Gundtoft Roikjær vom University College Absalon präsentierten den Beitrag im Themenblock From Co-Design to Outcomes: Pathways, Methods, and Impact.


Im Mittelpunkt stand eine zentrale Erkenntnis aus Care-AI: Personenzentrierte Pflege setzt voraus, dass Pflegekräfte nicht nur Zugang zu klinischen Daten haben, sondern auch den Menschen hinter dem Pflegebedarf kennen.

Anhand unseres Care-AI Prototyps Claire haben wir gezeigt, wie KI dazu beitragen kann, relevante Informationen aus der Lebensgeschichte eines Bewohners genau dann zugänglich zu machen, wenn sie für die Pflegesituation wichtig sein können.

Claire trifft dabei keine Entscheidungen. Die Technologie stellt Kontext zur Verfügung, der die professionelle Reflexion der Pflegekräfte unterstützen kann.


Technologie soll Menschen unterstützen

Viele Diskussionen der Konferenz berührten Fragen, die auch Care-AI während der vergangenen drei Jahre begleitet haben.


Wie können wir KI nutzen, ohne wichtige professionelle Lern- und Reflexionsprozesse zu verlieren? Wie schaffen wir Vertrauen in digitale Lösungen? Und wie stellen wir sicher, dass Technologie an den tatsächlichen Bedürfnissen von Patient:innen, Bewohner:innen und Fachpersonal ansetzt?


Ein wiederkehrender Gedanke war, dass die digitale Transformation im Gesundheitswesen nicht in erster Linie eine technologische Aufgabe ist. Entscheidend ist, wie Technologie die Art und Weise unterstützen kann, wie wir Gesundheit und Pflege gestalten.


Für Care-AI bestätigt dies einen wichtigen Ausgangspunkt unserer Arbeit: Wir sollten nicht mit der Technologie beginnen, sondern mit den Menschen, ihren Bedürfnissen, ihren Werten und der Praxis, in der die Technologie eingesetzt werden soll.


Mit der Praxis entwickelt

Auch unser Entwicklungsprozess mit Claire folgt diesem Prinzip. In Care-AI haben wir Pflegekräfte, Bewohner, Angehörige, Forschende und Technologiepartner aus Dänemark und Deutschland von Beginn an einbezogen.


Die Funktionen von Claire entstanden aus Erkenntnissen aus Interviews, Beobachtungen, Workshops und Tests in der Pflegepraxis. Dabei wurde deutlich, dass die Herausforderung nicht nur darin besteht, Informationen schneller zu finden. Die vorhandenen Lebensgeschichten sind häufig zu oberflächlich oder fehlen ganz.


Deshalb geht es bei Claire sowohl darum, bedeutungsvolle narrative Informationen zu erfassen als auch darum, sie später sinnvoll zugänglich zu machen.


Die Konferenz in Kopenhagen bot eine wertvolle Gelegenheit, diese Erfahrungen in einen internationalen Dialog über die Zukunft digitaler Gesundheit einzubringen und gleichzeitig neue Perspektiven für die weitere Arbeit von Care-AI mitzunehmen.

 
 
 

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